Wenn dich die Wichslust packt…

by Gabi. 0 Comments

Geschrieben von Rico P. am 06.11.2012

Es gab irgendwann mal in der Schokoladenwerbung den Slogan: …wenn dich die Naschlust packt. Das ist mir neulich wieder mal ganz spontan durch den Kopf geschossen, als mich wieder einmal einfach so ohne besonderen Hintergrund die Lust ankam, es mir einfach mal zu machen. Ich war mit dem Motorrad unterwegs, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen und weil mich mein Sonntagsnachmittagskäffchen drückte, fuhr ich in einen Waldweg, um mir – salopp gesagt – mal den Schwamm auszudrücken. Als ich da so stand, bekam ich plötzlich Lust. Ich habe es mir bei der Gelegenheit verkniffen, aber zuhause musste ich noch mal daran denken, weil: was war eigentlich der Auslöser? Ich war schon immer ein Freund guter Handarbeit, ob allein oder auch von zarter Frauenhand, doch woher kommt die spontane Lust ohne dass die Situation irgendeinen erotischen Hintergrund hat?Ich habe versucht, Situationen aus meiner Erinnerung zusammenzutragen und darin irgendeine Gemeinsamkeit zu finden, die als auslösendes Moment in Frage kommen könnte. Dabei meine ich nicht die Gelegenheiten, wo man(n) sich mal schnell einen runtergeholt hat, sondern Situationen, wo ganz plötzlich dies Kribbeln im Bauch da war, die Hormone angeschossen kamen und der Körper den Endorphinkick geradezu angefordert hat. Ich versuchte mir eine Antwort zu geben auf die Frage, was verursacht Lust im Menschen, auch wenn die Situation vielleicht ganz und gar unerotisch ist?

In meiner Erinnerung fand ich solche Situationen wie: nachts allein auf Alarmposten bei der Bundeswehr, im Auto auf der Autobahn, mit dem Motorrad auf Tour, auf dem Boot beim Angeln, allein am Strand, im Garten in der Sonne, auf einer Bank an einem belebten Aussichtspunkt, während eines Theaterbesuchs in einem Freilichttheater. Und plötzlich hatte ich den gesuchten gemeinsamen Nenner! Alle diese Gelegenheiten haben mir Spaß gemacht, ich fühlte mich frei, entspannt und ..ja auch glücklich. Dass es bei mir überwiegend Situationen waren, in denen ich mich nicht in meinen eigenen 4 Wänden befand hat vermutlich 2 Gründe: zum einen, weil ich die Spannung genoss, eventuell erwischt oder zumindest beobachtet zu werden – ein gewisser Narzissmus, der in einer mehr oder weniger ausgeprägten Form wohl jedem Menschen inne wohnt – die Anziehungskraft des Verbotenen eben. Zum Zweiten, weil ich gerne im Freien bin und bei gutem Wetter im Freien dann eben besonders frei und entspannt bin. Dies sind Situationen sind, in denen das Leben fast perfekt ist! Und dann sagt sich mein Körper: da könnte man noch ein Sahnehäubchen draufsetzen, um es ganz perfekt zu machen!

Und dieses Lustgefühl, auch ohne dass durch Masturbation der Höhepunkt erreicht wird, empfinde ich als für mich immer wieder als sehr angenehm. Ich glaube, dass dies ein Mechanismus ist, der sich im Menschen aus uralter Zeit erhalten hat. Es gibt Parallelen in der Tierwelt, wo man beobachtet hat, dass  Freude (oder auch Stress) sexuelle Reaktionen hervorrufen. Ich vermute mal, dass es sich hierbei so oder zumindest so ähnlich verhält.

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