Christi Himmelfahrt

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Geschrieben von Rico P. am 15.05.2012

– hierzulande hat sich dieses Kirchenhochfest mehr und mehr zum „kollektiven Frohsinnstag“ für die männliche Bevölkerungsgruppe entwickelt… macht aber in meinen Augen gar nichts. Wir lassen mal richtig die Sau raus, wie Mann so schön sagt. Unsere besseren Hälften, die daheim geblieben sind, brauchen sich eigentlich keine Sorgen zu machen, denn zum Flirten und Fremdgehen sind wir eh zu betrunken. Aber so einfach ist es dann doch wieder nicht!

Bei uns gab es jedenfalls zum diesjährigen Auferstehungstag keine Auferstehung sondern einen Aufstand und zwar von meiner Liebsten. Ich bin der Meinung, dass wir Kerle auch mal einen Tag ganz für uns alleine haben sollten, während doch die LadiesNights für alle möglichen Produktverkäufe (unter anderem auch für Sextoys), zu denen wir keinen Zutritt haben, wie Pilze aus dem Boden schießen. Diese Weiberabende finden inzwischen häufiger statt, als unsere Fußballabende und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – wir Männer pflegen ja eigentlich nur alte Traditionen.

Meine Freundin sah das leider ganz anders und hatte für den gemeinsamen freien Tag schon diverse Aktivitäten in unserem trauten Heim geplant. Vom Anbringen eines Regals bis hin zum Aufräumen des Kellers war alles dabei und sie hatte Mühe, die erdachten Aufgaben auf einen Notizzettel u bekommen. Wenn es wenigstens eine gemeinsame Radtour gewesen wäre oder ein Besuch in der örtlichen Saunalandschaft, aber nein ausgerechnet „Hausaufgaben“ mussten es sein. So war meine kurze aber knackige Antwort: „Da ziehe ich lieber mit den Jungs los!“

Der folgende Wortregen, der mich zu ertränken drohte, war typisch weiblich. Ich packte seelenruhig meine überwiegend alkoholischen Getränke in den Bollerwagen und begab mich auf das Himmelfahrtskommando. Dass mich bei der abendlichen Rückkehr eine Schlafstatt auf dem Sofa erwarten würde, störte mich zu dem Zeitpunkt noch wenig. Ich schmiß mit meinem arg trunkenen Schädel den Fernseher an, zog mir noch ein paar sportlich angehauchte Erotikclips rein, holte mir einen runter und versank  in süße Träume.

Am nächsten Morgen empfingen mich weder nette Worte (Wie wars denn Schatz?) geschweige denn Kaffee, sondern nur eine Eiseskälte. Sie hielt die ganze folgende Woche an und Sex gab es auch nicht.  Mir blieb weiter nichts übrig, als „meinen Freund“ selbst in die Hand zu nehmen, bis ich zerknirscht am folgende Wochenende die „Hausaufgaben“ vom Notizzettel abgearbeitet hatte. Der Hauself hatte seine Pflicht getan und der Haussegen hing wieder gerade. Weiber !!!

Ich bin gespannt, wie sich der diesjährige Herrentag gestaltet.

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