Männermacken – der Sehfehler

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Geschrieben von Ela G. am 19.03.2012

Vielleicht ist es ja schon einigen Mädels aufgefallen: Männer haben einen Sehfehler. Viele behaupten, sie stünden nicht auf  schlanke, große, blonde, aufreizend gekleidete Frauen und dennoch kann man beobachten, wie sich die Männerwelt den Hals verrenkt, sobald ein solches Exemplar auf der Straße, im Restaurant oder im angesagten Club auftaucht. Warum nur?

Dieses Geheuchel vor dem heimischen Fernseher, dass diese langebeinigen, aufgetakelten Schnepfen sicherlich frigide seien und es dringendst mal wieder besorgt bekommen müssten, geht mir regelmäßig auf die Nerven. Sind die Männer nur nicht ehrlich, weil sie wissen, dass sie so einen Feger sowieso nicht abschleppen werden? Oder soll das etwa die Rücksichtnahme sein, die wir Frauen immer von den Männern einfordern? Das kann doch nicht wirklich ernst gemeint sein?!

Wenn doch, warum in Gottes Namen ist es mir dann schon x-mal passiert, dass ich mich in einen supermodernen neuen Fummel gehüllt und aufgehübscht habe, um dann von dem Mann meines Herzens zu hören: „Das kannst du ein deinem Alter nicht mehr tragen!“ oder „Mit dem Make-up im Gesicht siehst du aus wie ein Clown.“

Zu Singlezeiten falle ich aber der holden Männerwelt gerade so topgestylt besonders ins Auge und errege damit die Aufmerksamkeit, die ich für einen ersten Flirt brauche. Offenkundig betrifft die Aussage, dass Männer nicht auf „aufreizende Kleidung“ bei den Damen stehen nur explizit auf die eigene Frau zu und auch das lediglich in der Öffentlichkeit. Denn wenn ich ehrlich bin, hat es die oben beschriebenen Partner nie wirklich gestört, wenn ich sie mit dem gleichen sexy Fummel und dem gleichen Make-up in den eigenen 4 Wänden überrascht habe.

An solchen Abenden musste ich mich nie um die Lust in meinen Lenden sorgen, denn egal ob in einer festen Beziehung oder auf der Suche nach einem ONS – das kleine Schwarze (oder was auch immer) haben dafür gesorgt, dass ich meinen Spaß hatte, statt mich selbst befriedigen zu müssen. Meistens gaben sich die Herren der Schöpfung sogar besonders viel Mühe; Erklärungen über Streicheleinheiten, den G-Punkt der Frau, den klitoralen Orgasmus oder orale Techniken waren völlig überflüssig – Mann kann wenn er will.

Wenn Frau sich also traut, alles aus sich zu heraus zu holen, was die Natur (und ein wenig darüber hinaus) hergibt, kann sie locker mit den „langbeinigen Schnepfen“ mithalten und muss auf Garantie nicht auf das allabendliche Heimspiel mit Vibrator & Co. zurückgreifen.

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