Beziehungsübergangslösung

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Geschrieben von Ela G. am 08.02.2012

Ich bin ein Verfechter von geradlinigem Vorgehen in einer Beziehung. Wenn eine Beziehung nicht mehr das ist, was ich von ihr erwarte, ziehe ich den Schlussstrich, bevor es mein Partner tut.  In meinem Bekanntenkreis gibt es hierzu aber auch andere Ansichten und vor allem Praktiken. Hier wird an einer Beziehung wochen- ja sogar monatelang herumgedoktert. Aber ist das nicht nur die Angst vor dem leeren Bett sprich dem Umstand, dass man es sich ab sofort alleine besorgen müsste?

Ich habe nichts gegen einen Seitensprung oder einen ONS, sofern sich das gewollt oder ungewollt mal ergibt. Darum muss man/frau auch kein großes Gerede machen. Sollte die Beziehung aber sterben, halte ich es mit dem Sprichwort: lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Wie gesagt, in meinem Bekanntenkreis gibt es diverse Beispiele, es anders zu machen. Das Angebot, zunächst Abstand zu gewinnen, kommt dabei von unterschiedlicher Seite. Mal waren es die Herren der Schöpfung, die ihren Frauen anboten, ins Wohnzimmer zu ziehen und dann erst mal ein paar Nächte darüber zu schlafen. Manchmal handelte auch die holde Weiblichkeit einen Kuhhandel aus, nach dem Motto: lass uns nichts überstürzen, heute gehst du mit den Jungs weg und morgen reden wir noch mal darüber.

Meistens enden diese „ich schlaf dann mal auf dem Sofa“ oder „ich geh mal mit den Jungs einen trinken“ doch wieder im gemeinsamen Schlafzimmer, weil die Angst vor dem Alleine-Sein groß und das Bett ohne den Partner weniger warm ist. Ganz plötzlich ist die Sehnsucht nach dem Partner so groß, eigentlich liebt man sich ja doch und überhaupt bringt der Orgasmus alleine nur halb so viel Spaß.

Ist der „Sex mit dem Ex“ (wenn man das denn schon so nennen kann) unter dem Einfluss von Alkohol entstanden, ist der Kater am nächsten Morgen groß und mindestens eine beteiligte Partei fragt sich, ob die Hand am Schaft oder der Vibro aus der Schublade nicht doch die bessere Alternative gewesen wäre.

Ist der „NachDerBeziehungsSex“ aber auf Grund eines intensiven Gespräches entstanden, wirken die o. g. Argumente – man hat noch Sehnsucht, also liebt man sich doch noch – ungleich stärker, als wenn der Sex außen vor geblieben wäre. Ja zugegeben der Sex ist meistens gut – schließlich kennt man sich lange genug und weiß, worauf der Partner richtig abfährt. Gerade um den Partner und den Schutz einer Beziehung zurück zu bekommen, legt man sich auch besonders ins Zeug. Das führt häufig dazu, dass man es doch nochmal miteinander probiert – meistens im ersten Schritt befristet also vorübergehend.

Aber nach meiner eigenen Erfahrung und der vieler anderer, ist das ein Schluss machen auf Raten – anders gesagt eine Beziehungsübergangslösung. In den meisten Fällen kommt es nach kurzer oder etwas längerer Zeit zu den gleichen Krankheitssymptomen sprich Beziehungsproblemen. Frust baut sich auf über das wiederholte Scheitern und dann klappt es auch wiederum im Bett nicht mehr. In jenem welchen breitet sich eine Eiseskälte aus, die weit über die Kälte hinausgeht, die man verspürt, wenn man sein Bett mit niemandem mehr teilt.

Sollte ich mir mal über das Ende/oder Fortbestehen einer Beziehung im Unklaren sein, ziehe ich eine strikte räumliche Trennung während der BeziehungsÜbergangsLösung vor. Ich kann und werde es mir in der Übergangszeit selbst besorgen und meinen Spaß haben. Sollte sich die Beziehung doch als „reparabel“ erweisen, wird der dann folgende Versöhnungssex auf Grund der langen Enthaltsamkeit bzw. Masturbations-Zeit bestimmt noch um einiges besser sein, als die Nummer, die sich aus den widrigen Umständen der räumlichen Nähe mehr oder weniger zwangsläufig ergeben hat.

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